Fokussiertes Denken

IMG_4528 (3)

Das ABC für innere Klasse besteht aus drei leicht erlernbaren Fähigkeiten, die zur inneren Ruhe/Klasse führen:

  • A = Innerer Antrieb, der Motor der Fähigkeiten, um sich immer wieder selbst zu motivieren
  • B = Inneres Bild, die Seele der Fähigkeiten, wie wir über uns denken beieinflusst, ob das was wir tun gelingt
  • C = Inneres Coaching, die Werkzeugkiste der Fähigkeiten sich mit innerem Antrieb und einem klaren (inneren) Selbstbild zu coachen

Das innere Coaching – Fokussiertes Denken

Das ist die Art zu Denken, die dich weiter bringt. Wir denken täglich rund 60.000 Gedanken. Die meiste Zeit schweifen wir von einem interessanten Gedanken zum anderen. Jemand hat mal gesagt unser Gehirn ist wie ein besoffener Affe, es torkle ob es will oder nicht von einer Sache zur anderen. Es kann für uns so Hervorragendes leisten, wenn wir es unter Kontrolle bringen. Doch manchmal funktioniert es hinter unserem Rücken und ruft Pickel, Migräne, Verspannungen und Krankheiten hervor. Dieses Gehirn ist viel zu mächtig, als dass wir ihm freie Bahn lassen sollten. Wenn wir lernen das Gehirn durch unser Bewusstsein zu trainieren, kann es Verblüffendes leisten:

  • Schmerzen unter Kontrolle bringen, zu lindern oder ganz auszuschalten;
  • Heilungen beschleunigen;
  • unerwünschte oder schädliche Angewohnheiten loswerden;
  • die kleineren und größeren Probleme des Alltags zu lösen;
  • sportliche und berufliche Ziele mit Leichtigkeit erreichen;
  • bis hin zu Fähigkeiten der intuitiven Erfassung, eines sogenannten sechsten Sinnes

Außerdem bringt es uns zu einem Zustand der inneren Klasse von Fröhlichkeit und Zuversicht.

Das gelingt uns wenn wir unser Gehirn in einen Zustand versetzen, den wir alle sehr gut kennen. Leistungssportler nutzen diesen Zustand, um im Match Hochleistung zu bringen. Im sogenanten Flow ist der Sportler fokussiert und geht mit Leichtigkeit an die Grenze der eigenen Fähigkeiten und darüber hinaus. „Beim Flow ist der Mensch auf seinem höchsten Leistungs- und Konzentrationszustand und das subjektive Empfinden kann dazu beitragen, dass er sich selbst und die Zeit vergisst“ (Csikszentmihaliy, 1993). Unser Gehirn wird dabei in den sogenannten Alpha-Zustand versetzt. Alpha ist eine Art elektrische Energie, die von unserem Gehirn produziert wird. Sie kann mit dem EEG (Elektroenzephalogramm) gemessen werden. Tagsüber befinden wir uns meistens im Beta- bzw. hellwach Zustand. Beim Tagträumen, kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen befinden wir uns im Alpha. Theta- und Deltazustand sind in der Tiefschlafphase.

Wir haben leider gelernt uns überwiegend im Beta zu bewegen. In diesem Zustand sind die Möglichkeiten unendlich: wir können zuversichtlich oder ängstlich, beschäftigt oder untätig, in etwas vertieft oder gelangweilt sein. Allerdings kostet dieser Zustand viel Kraft und Energie.

Wie schaffen wir es in den Alpha-Zustand zu gelangen?

Es wurde herausgefunden, dass Patienten mit Depressionen durch Meditieren ihre Aufmerksamkeit stärken konnten und sich dadurch weniger in negativen Gedanken verloren haben (Philip Keune im Fachblatt Psychatry Research, 2013). Meditieren ist nichts anderes als eine Form von Mentaltraining, die unser Gehirn aktiv in den Ruhemodus (Alpha-Zustand) versetzt. In der Alltagssprache bedeutet Meditieren etwas überdenken. Wenn wir zum Beispiel unsere Augen weg vom Bildschirm, Smartphone oder Tablet bewegen und überlegen was wir morgen Abend essen wollen, dann meditieren wir. Wenn wir uns mit unseren Gedanken an einen Ort versetzen, an dem wir Entspannen können, dann versetzen wir uns in den Alpha-Zustand. Es ist eine Art des passiven Mentaltrainings, die allerdings sehr förderlich für unsere Gesundheit ist.

Wir haben also die Möglichkeit uns in den Alpha-Zustand zu versetzen. In diesem Zustand gelingt die Art zu Denken, die uns wirklich weiterbringt: Fokussiertes Denken.

Es hat sich gezeigt, dass täglich wenige Minuten ausreichen, um fokussiertes Denken zu üben. Allerdings ist es auch wirklich erst nachhaltig, wenn man es täglich übt. Schließlich heißt Mentaltraining das permanente Üben der Gedanken und nicht einmal gemacht und schon klappt es.

Durch Mentaltraining in den Alpha-Zustand

Eine wirklich tolle Methode zum Einsteigen in den Alpha-Zustand ist die One-Moment-Meditation. Eine Meditationsform, die nur 1 Minute dauert. Zugegeben, es ist schön und beruhigend und trägt zur Gesundheit bei. Doch dieser Erfolg ist bescheiden, wenn man bedenkt was möglich ist. Über diese passive Form des Mentaltrainings hinaus können wir unser Gehirn auf zielgerichtete Tätigkeiten vorbereiten, wozu es meiner Meinung nach geschaffen wurde.

Schritt 1: Wir überlegen uns eine geometrische Form an die wir denken wollen (Visualisierung), zum Beispiel ein Dreieck.

Schritt 2: Wir versetzen unser Gehirn zum Beispiel mit Hilfe der One-Moment-Meditation in den Alpha-Zustand. Nach ein paar Atemzügen denken wir an unser Dreieck als wäre es auf einer geistigen Kinoleinwand. Zuerst ist es statisch, dann lassen wir es in Gedanken drehen, dann färben wir es erst gelb, dann blau usw., dann verwandeln wir es in Gedanken in ein Viereck und fahren fort. (Wir schulen dadurch unsere visuellen Fähigkeiten).

Diese Übung ist ein Sprungbrett für größere Aufgaben. Ich schlage vor erst einmal 1-2 Wochen nur die One-Moment-Meditation zu üben und dann in das Visualisieren einzusteigen. Nachdem Visualisieren von einfachen Gegenständen können wir zum Beispiel auch Tätigkeiten visualisieren. Rennfahrer nutzen das Visualisieren beispielsweise, um die Rennstrecke immer und immer wieder abzufahren und um sich letzten Endes in der Visualisierung zu beobachten wie sie das Rennen gewinnen und auf dem Podest gefeiert werden.

Es gibt nur drei Voraussetzungen, dass es klappt:

  • Das Ziel, das wir uns visualisieren, müssen wir auch wollen.
  • Wir müssen daran glauben, dass die Vorstellung Wirklichkeit wird. Wenn wir nicht ernsthaft daran glauben, dann klappt es nicht.
  • Wir müssen erwarten, dass die Vorstellung Wirklichkeit wird.
  • Die Zeit, die für das Visualisieren verwendet wird, sollte ungefähr der reelen Zeit entsprechen, die man für die Tätigkeit benötigt.

Dann kann es ja los gehen. Viel Spaß beim Ausprobieren. Mehr darüber auf Facebook oder im Einzelcoaching oder als Teilnehmer meiner Trainings.

Alexander Buck Coaching
Das ABC für innere Klasse!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *