Mental stark werden

Fotolia_66095758_XS

Mental stark werden

Mental stark ist wer die volle Verantwortung dafür übernimmt was und wie er denkt. Das hört sich erst einmal ganz einfach an. Doch wer schon einmal versucht hat an nichts zu denken, springt relativ schnell von einem Gedanken zu einem anderen. Am Tag denken wir ungefähr 60.000 Gedanken. Die meisten davon sind negativ. Negative Gefühle erfüllen einen wichtigen Zweck. Sie wollen uns auf unerfüllte Bedürfnisse verschiedener Art aufmerksam machen. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus auf den wir durchaus hören sollten, um unsere Gesundheit zu erhalten.

Es gibt allerdings Situationen da kommen diese Gefühle extrem ungelegen. Das sind Situationen in denen wir auf den Punkt Leistung bringen wollen. Der Sportler spricht dabei von einem idealen Leistungszustand (ILZ). Der Manager spricht von High-Performance. Dem ILZ und der High-Performance (HP) ist gemeinsam, dass sie keinen Platz für negative Gefühle lassen. Was also tun? Negative Gefühle beachten und nach den unerfüllten Bedürfnissen suchen oder beiseite schieben, um den ILZ oder die HP nicht zu gefährden.

Die Lösung für das Dilemma ist folgende:
Während dem Wettkampf oder der Phase in der Höchstleistung im Job gefordert ist, darf und muss alles dafür getan werden um die negativen Gefühle zu unterdrücken, es sei denn es kann sofort eine positive Maßnahme ergriffen werden, um das jeweilige Bedürfnis zu erfüllen.

Die STOP-Methode

Eine wirksame Methode besteht darin STOP zu sagen und sofort damit zu beginnen positiv zu denken und positive Vorstellungen zu entwickeln. Beispiel: Bei einem Spielstand von 22:22 macht der Annahmespieler einer Volleyballmannschaft einen Annahmefehler. Dies verursacht das Gefühl von Panik und der Angst den Satz oder das Match zu verlieren. Für das negative Gefühl ist der Annahmespieler nicht verantwortlich, doch aber zu jederzeit für alle negativen Gedanken, die er zulässt. Es ist schließlich allein sein Kopf mit dem er denkt. Anstatt zu denken: „Oje, jetzt bloß keinen weiteren Fehler“ denkt der Annahmespieler „STOP!“ als Reaktion auf das negative Gefühl und stellt sich vor wie der nächste Aufschlag auf ihn kommt und er eine perfekte Annahme mit idealer Flugkurve des Balles ohne Rotation zum Zuspieler bringt. Jede Visualisierung / Vorstellung folgt einer Regel: wir müssen es wollen, es uns vorstellen können und es erwarten, dass die Vorstellung eintritt. Wird diese Regel befolgt, dann funktioniert es auch.

STOP-Methode durch den Coach

Sind noch Auszeiten vorhanden kann auch der Coach einer Mannschaft diese Methode anwenden, um Änderungen in der Strategie und der Taktik vorzunehmen. Dabei achtet er auf lösungsorientierte / zukunftsgerichtete Formulierungen:

  1. Step back: Etwas Abstand zwischen sich selbst und der Situation legen (Coach: „Es ist noch alles offen, es steht 22:23!“)
  2. Think: Denken! Was ist gerade passiert? Was führt dazu, dass ich gestresst bin? (Coach: „Die haben einen guten Punkt gemacht, den haken wir jetzt ab und spielen weiter mutig nach vorne.“)
  3. Organize your thoughts: ordnen der Gedanken („Wir stehen hinten gut, machen eine schöne Annahme und greifen dann über die Longline an!“)
  4. Proceed: Weiter gehts mit klaren Gedanken und einer entschlossenen Handlung (z.B. gemeinsamer Jubel-Ruf)

Mit der STOP-Methode stoppen wir das unbewusste Tun und beginnen bewusst zu handeln. Gerade im Job-Alltag kann es hilfreich sein diese Methode anzuwenden, um so beispielsweise Konflikte zu deeskalieren.

Anders Denken, um anders zu fühlen

Diese Art zu Denken und positive Vorstellungsvermögen müssen genauso wie motorische Fähigkeiten gelernt werden – nämlich durch ständige Wiederholungen. Schlampige Arbeitsweise und eine schlampige Technik schleifen sich ein. Dasselbe gilt für undiszipliniertes, negatives Denken. Dies setzt sich dann in den Phasen mit hohem Arbeitsaufkommen im Joballtag oder im Wettkampf fort und behindert genau wie schlampige Technik im Sport.

Mental starke Sportler haben gelernt die Kräfte negativer Emotionen durch entschlossenes Denken umzukehren. Der Versuchung zu widerstehen, negativ zu denken, weil es der aktuellen Gefühlslage entspricht, ist keine leichte Aufgabe. Doch es lohnt sich und wird mit guter Leistung und Siegen im Sport belohnt.

Humor löst Anspannungen

Am besten man nimmt es mit Humor. Wenn wir verrückte, ausgeflippte, alberne, lustige, ungewöhnliche Gedanken denken, dann lösen sich Angst und Wut in Luft auf. Mit Humor lösen sich Anspannungen. Es hilft auch schon bewusst zu grinsen/lächeln, auch wenn mir gerade nicht danach ist. Diese Art der Mimik unseres Gesichts spielt unserem Gehirn vor, dass es uns gut geht und somit werden keine Stresshormone (Cortison) mehr produziert und die Anspannung lässt nach. Das lässt sich wunderbar vor dem Spiegel in der Umkleidekabine oder auf der Toilette üben. Es fühlt sich anfangs zwar bescheuert an, doch lieber das wie letzten Endes das Match zu verlieren oder schlecht zu performen und den Job zu riskieren.

Dann kann es ja los gehen. Viel Spaß beim Ausprobieren. Mehr darüber auf Facebook oder im Einzelcoaching oder als Teilnehmer meiner Trainings.

Alexander Buck Coaching
Das ABC für innere Klasse!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *